Größen der Vor- und Nachbrechstufe

TypWalzen -
Ø [mm]
Walzen-
breite
[mm]
P90 [mm]Durchsatz
[t/h]
CST 12001.0001,4 - 2,080100 - 200
CST 800-10 SR-WB8001.0008 - 2250 - 150

Beschaffenheit des Aufgabematerials

Primärbrechstufe- Fräsgut
- Asphaltschollen mit bis zu 1,9 m Kantenlänge und einer Dicke von 500 mm
Sekundärbrechstufe- 0/80 mm
- Grobkorn von bis zu 120 mm

Technische Eigenschaften

BrechspalteinstellbarFlexible Einstellung an der Steuerung während Produktion vornehmbar um unterschiedliche Körnungen zu fahren
ÜberfüllungsschutzintegriertBei Aufgabe von zu großem Korn wird die Walze aufgefahren um das Grobe Material einziehen zu können.
ÜberlastschutzintegriertWalze gibt selbständig nach und fährt wieder automatisiert in die voreingestellte Spaltweite
ReversierbetriebautomatisiertBlockaden werden selbständig behoben
BrechwerkzeugeQuick-Change-SystemAustausch der kompletten Walze in kürzester Zeit
SteuerungMaschine ist vollautomatisiertMaschine und Prozess können über ein Bedienerpanel überwacht und angepasst werden. Zuführ- und Abszugsysteme können in die Steuerung eingebunden werden.

Viel Nutzkorn aus Schollen und Fräsgut gewinnen

Besondere Kernkompetenzen hat sich die Crush + Size Technology GmbH & Co. KG bei der Entwicklung effizienter Zerkleinerungsverfahren auf der Basis rotierender Walzen erarbeitet.

Das in vielen Anwendungen vorteilhafte Verfahren zeigt seine Vorzüge speziell auch im Asphaltrecycling. Denn hier ist es von besonderer Bedeutung für die Qualität des Recyclingmaterials, wenn das Stützkorn – also der Gesteinszuschlag für die primäre Asphaltproduktion – aus dem Verbund mit dem Bindemittel Bitumen so herausgelöst wird, dass es quasi ohne Qualitätsverluste dem nächsten Asphaltmischprozess wieder eingesetzt werden kann.

Um ein solches Ergebnis zu erreichen, zerkleinert ein Vorbrecher in der Primärbrechstufe den Ausbauasphalt auf eine Körnung von < 100 mm. Um auch unhandlichen Schollenformen und großen Kantenlängen gewachsen zu sein, wurde das Brechwerkzeug so ausgelegt, dass ein direkter Einzug des Aufgabegutes durch große Reißzähne gewährleistet ist. Die Zähne greifen mit niedriger Umfangsgeschwindigkeit langsam in das Material ein, so dass es schon in der ersten Stufe schonend und verschleißarm vorzerkleinert wird. Verarbeitet werden Schollen und Platten mit Kantenlängen von bis zu 1,8 m und Dicken von bis zu 400 mm. Anteile unterhalb der definierten Zielkörnung werden noch vor dem Brechwerk über ein Siebrost ausgeschleust. Durch dieses Konzept ist es möglich 150 t/h durchzusetzen, wobei der Anteil großer Schollen im Aufgabegut bis zu 50% betragen kann.

Die Sekundärbrechstufe nimmt das komplette Material des Vorbrechers auf und zerkleinert nur die Körnungsanteile, die größer als die Zielkörnung sind. Das Walzensystem ist durch eine innovative Verzahnungstechnik gekennzeichnet, welche ursächlich für ein hohes Zerkleinerungsverhältnis ist. Die Funktionsweise ist überzeugend, denn sie nutzt sinnvollerweise natürlich bestehende Sollbruchstellen im Altasphalt. Das heißt konkret, dass durch die Druckeinwirkung eine Aufspaltung genau zwischen Gesteinskorn und Binderfüllung stattfindet. Auf diese Weise können zuverlässig Körnungen von < 11 bis < 22 mm hergestellt werden. Der Überkornanteil liegt wegen der begrenzten Brechraumgeometrie bei weniger als 1 %.

Das Ergebnis zählt

Siebanalysen aus entnommenen Proben haben ergeben, dass mit diesem Anlagentyp hergestellte Körnungen 0/22 aus Asphaltschollenmaterial lediglich einen Sandanteil von 12 % und weniger als 2 % Feinstmaterial enthielten. Die Kornform der über das Verfahren zurückgewonnenen Gesteinsfraktion ist kubisch. Der weitgehend separierte Bitumenbinder konzentriert sich in Form von Anhaftungen an einzelnen Steinen. Diese Ergebnisse belegen eine sehr schonende Aufbereitung des Altasphalts. Insbesondere der geringe Sandanteil zeigt, dass die ursprüngliche Gesteinsmatrix in ihrer Struktur weitgehend komplett erhalten bleibt, ohne dass sich durch zu starke Beanspruchung unerwünschte zusätzliche Sand- und Feinanteile im Endkorn wiederfinden. Auch für das Bitumen ergibt sich eine vorbildliche Separation, so dass es als wichtiger Wertstoff erneut genutzt werden kann.

Sicherer Betrieb bei hohen Durchsätzen

Beide Brecher verfügen über einen hydraulischen Überlastschutz, um Störstoffe ohne Maschinenschaden automatisiert aus dem Brechraum auszuwerfen. Ebenso kann der Brechspalt in beiden Brechstufen während des Brechprozesses über die Steuerung beliebig verstellt werden, um unmittelbar auf sich verändernde Materialeigenschaften beim Aufgabegut zu reagieren. Optional ist der Einsatz einer nachgeschalteten Siebeinheit möglich, beispielsweise um Überkornanteile erneut dem Sekundärbrecher zuzuführen.

Die Walzenbrecheranlage kann je nach Betreiberwunsch sowohl raupen- als auch radmobil ausgeführt werden. Ebenso können die Brecher als Einzelmodule auch in stationären Recyclinganlagen für ein Plus in der Asphaltaufbereitung sorgen.

Je nach Ausführungsgröße erreichen die Brecher Durchsätze von bis zu 300 t/h. Um einen effizienten Betrieb der Anlage sicherzustellen, übernimmt eine Steuerung die optimale Beschickung. Im Wissen um die Anforderungen der Anwender in Sachen Verfügbarkeit, wurden alle Einheiten des Herstellers mit einem Schnellwechselkonzept ausgerüstet, dank dem sich die Walzensysteme innerhalb kürzester Zeit austauschen lassen.